« Das duftende Marrakesch | Main | Sommer 2011 SSV »
Mittwoch
Dez282011

Gran Canaria: Mehr als nur Dünen

Die herrlichen Strände und die Dünenlandschaft von Maspalomas sind die ganz besonderen Anziehungspunkte, die Gran Canaria weltberühmt gemacht haben. Dass die Sonneninsel, die von uns liebevoll auch als „Miniaturkontinent“ bezeichnet wird, auch 365 Tage im Jahr ein Paradies für Aktivurlauber wie z.B. Mountainbiker, Rennradfahrer und Wanderer ist, wird dabei schnell vergessen. Ausgerüstet mit Wanderschuhen und vollgefederten Mountainbikes, haben wir uns auf die Reise gemacht.

Die Insel ist groß, auch wenn von der reinen Fläche her Gran Canaria hinter Teneriffa und Fuerteventura nur die drittgrößte der Kanarischen Inseln ist. Aber auf keiner der sechs anderen Inseln findet man so viele Naturschutzgebiete wie hier. Die Wanderwege Gran Canarias verbinden die Küste mit den höchsten Gipfeln, durchqueren Tomatenfelder und Bananenplantagen, oder schlängeln sich dem Bergrelief folgend bis zum nächsten Dorf. Eine herrliche für Naturfreunde wie wir es sind, aber auch für solche unter Euch, die sich einen kleinen Abstecher von der Hotellandschaft gönnen wollen.

Kartenausschnitt GPSies.com - Klicken Sie auf die KarteHiken & Biken auf Gran Canarias „Königlichen Wegen"
Viele wissen nicht, dass diese „Caminos Reales" (die königlichen Wege) ihre Entstehung den ersten Inselbewohnern, den Guanchen verdanken, die in der Inselentwicklung stets eine wichtige Rolle gespielt haben. Auf vielen dieser Pfaden sind die interessantesten Geschichte versteckt, die lediglich auf Entdeckung warten.

Die Entdeckungsreise
Insgesamt erwartet Wanderer und Mountainbiker ein Wegenetz von über 300 Kilometern. Unglaublich, nicht wahr? Das Zentrum dieses Wegenetzes befindet sich auf dem höchsten Pass der Insel „Cruz de Tejeda", dem ehemaligen, wichtigen Umschlagsplatz für Waren der Insel. Seine Lage und selbstverständlich die Höhe machen diese Stelle zu einem idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren.

Derzeit werden die wichtigsten Wege der Insel neu ausgeschildert und die alten Wegweiser, die aus Meilensteinen bestanden, durch Schilder ersetzt. Es gibt mehrere Publikationen und Reiseführer, in denen man eine genaue Beschreibung und ausführliche Karten für diese Wege findet, auch einige GPS-Tracks, die man aus Portalen wie z.B. GPSies.com oder GPS-Tour.info herunterladen und auf ein GPS-Gerät überspielen kann. Dazu sind die Topo-Karten des „Red de Senderos de Gran Canaria" auch in einigen Touristen-Informationsbüros der Insel erhältlich.

Wer aber zum ersten Mal Gran Canaria erwandert und auf eine ausführliche Beschreibung in seiner Muttersprache Wert legt, dem empfehlen wir den Kauf eines Wanderführes im Buchhandel.

Eine weitere Alternative zu einer eigenständigen Wandertour (für die allerdings in der Regel ein Mietwagen oder Fahrten mit dem Bus oder Taxi notwendig sind) ist definitiv eine geführte Wanderung. Dabei profitiert man nicht nur von den gut organisierten Transfers, den perfekten Ortskenntnissen der Wanderführer und dem inkludierten Mittags-Snack, sondern auch von den zahlreichen interessanten Informationen aus erster Hand. Meistens sind diese Touren nicht oder nur unwesentlich teurer als eine Taxifahrt.

Fragen zur abwechslungsreichen Flora am Rand der Wanderwege oder zur Geschichte des jeweiligen Pfades bekommt man als Teilnehmer einer geführten Tour jederzeit beantwortet. Tagestouren zum Roque Nublo, in den grünen Norden der Insel, eine „Gipfel-Tour" sowie die Tour „Seenwanderung" hat z.B. der Anbieter Free Motion in Playa del Inglés im Programm.

Neben zahlreichen Infos zu Land, Leuten, Flora und Fauna, versorgen die Wanderprofis die Teilnehmer mit Infos darüber, wie man seine Kraft auf den leichten bis sportlichen Wanderungen am besten einsetzt oder wie man die auf Wunsch kostenlos inkludierten Wanderstöcke anwendet. Bei der Seenwanderung ist bereits die Anreise im Minibus auf schmalen Bergstraßen mit vielen Panormablicken eine Freude.

Die Tour beginnt auf einem steinigen Camino Real. Der Wanderführer erläutert die erstaunlich vielfälltige Flora am Wegesrand. Am Anfang blickt man ringsherum auf Bergketten. Später geht man auf ein grünes Tal zu und entdeckt in der Ferne den ersten von insgesamt drei Stauseen, welche man an diesem Tag zu sehen bekommt.

Die Höhlenwohnungen auf der einen Seite des Weges sind genauso interessant wie die Hippi-Kommune, die man tief unten im Tal, am Ufer eines Stausees sehen kann. Nach dem Mittagssnack geht es, vorbei an Fincas und üppigen Gemüsegärten, langsam aber sicher an den Aufstieg. Man wird immer wieder mit neuen, weiten, herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Berge und dann auf den größten Stausee der Insel, „Presa de Soria", belohnt. Angekommen bei einem großen Felsplateau, steht man direkt unterhalb eines Wasserfalls und zugleich obehalb eines weiteren Wasserfalls. Die Tour endet am Stausee „Presa de la Cueva de las Niñas", einem idyllischen Ort, der insbesondere am Wochenende ein beliebter Grillplatz für einheimische Familien ist.

Anspruchsvolle Mountainbike- und Radtouren
Ebenso vielfältig und herausfordernd ist Gran Canaria auch für Radsportler. Endlose Schotterpisten durch spektakuläre Canyons, herausfordernde Singletrails, traumhafte verkehrsarme Bergstraßen mit spektakulären Ausblicken. Gran Canaria ist ein absolutes Eldorado für Mountainbiker und Rennradfahrer.

Zum Beispiel war im Frühjahr 2007 Gran Canaria zum ersten Mal Austragungsort des „UCI Moutainbike Marathon-Weltcups". Über 500 Teilnehmer aus aller Welt legten einen sehr anspruchsvollen Marathon-Kurs über rund 90 km zurück. Dieses alljährliche Rennen wurde ein fester Bestandteil des UCI Rennkalenders. Eine gute Grundlage für selbst organisierte Radtouren bietet die Kompass-Karte Nr. 237.

Aber gerade, wenn Sie nicht komplette Rundwege mit dem Rad zurücklegen möchten, bietet sich wieder eine organisierte, professionell geführte Tour an. Free Motion, das größte Radsportzentrum auf den Kanaren, ist direkt im Seaside Hotel Sandy Beach stationiert und bietet eine große Auswahl an hochwertigen Cannondale Mietbikes an, daneben geführte Fahrradtouren. Das Angebot reicht von der gemütlichen Radwandertour bis hin zu sportlichen Mountainbike- oder Rennrad-Touren.

Eine der Radwanderungen aus der Serie „Genussvoll Radfahren" nennt sich „Auf den Spuren der Ureinwohner" und schließt die Besichtigung einer Höhle mit ein. Diese Tour führt über herrliche Obstplantagen vorbei an kanarischen Dörfern von Santa Lucia nach Argüimes. Die perfekte Mischung aus Radfahren und Inselbesichtigung. Die sportlichen Mountainbiketouren von Free Motion haben drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Eine Tour mit dem Level 1 bis 2 verlangt Mountainbike-Vorkenntnisse, eine gute Kondition und inkludiert eine Fahrtechnikschulung. Die sportlichste Mountainbike-Strecke (Level 3) ist 80 km lang und fordert den Fahrer mit 1.300 Höhenmetern heraus.

Alle organisierten Radtouren werden einzeln oder auch als Paket angeboten und wöchentlich durchgeführt. Mehr Infos dazu finden Sie in Kürze hier bei uns im Blog oder auf den Seiten von Free Motion.

Kanaren-Highlights bei argonaut.de
Nicht umsonst gelten Herbst und Winter, sogar unter uns Insidern, als die beste Reisezeit überhaupt für die Kanaren. Die goldene Sonne, einsame Strände, angenehme Temperaturen und dazu die gelassene Stimmung vor Ort. Es ist die Zeit des Erholens. Und egal, wie Sie Ihre Erholung gestatten möchten, Aktiv mit viel Sport, ganz passiv auf einer Liege oder mit einer Kombination aus beidem, wir haben auch für Sie das passende Angebot für eine der kanarischen Inseln

PrintView Printer Friendly Version

EmailEmail Article to Friend

References (1)

References allow you to track sources for this article, as well as articles that were written in response to this article.

Reader Comments

There are no comments for this journal entry. To create a new comment, use the form below.

PostPost a New Comment

Enter your information below to add a new comment.

My response is on my own website »
Author Email (optional):
Author URL (optional):
Post:
 
Some HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>